Bis zu 30 Rothirsche erhalten im Rahmen des REDEMA-Projekts ein telemetrisches Halsband. Dadurch können wir Daten zu ihren Bewegungen, ihren bevorzugten Lebensräumen sowie saisonalen und tageszeitlichen Verhaltensänderungen erfassen. Um die Halsbänder anbringen zu können, müssen die Rothirsche jedoch zunächst betäubt werden. Die meisten Halsbänder werden an ausgewachsene Hirschkühe angelegt, da deren Halsumfang stabiler ist und somit das Risiko von Verletzungen des Tieres oder Beschädigungen des Halsbandes durch Kontakt mit anderen Tieren geringer ist. Die Betäubung erfolgt in enger Abstimmung mit den Projektpartnern beiderseits der Grenze. Das Ergebnis der erfolgreichen Anbringung des Halsbandes sind die Wanderrouten der Rothirsche, die auf einer Karte dargestellt werden. In Kombination mit entsprechenden Hintergrundkarten erhalten wir Antworten auf die Frage, wo sich die Hirsche aufhalten. Durch die Gegenüberstellung der Daten von Hirsch- und Wolfshalsbändern können wir anschließend die Interaktionen dieser beiden Arten beobachten.
Sehen Sie sich die tägliche GPS-Aufzeichnung des Wolfes (rot) und des Hirsches (schwarz) an: