Es ist bekannt, dass übermäßige Wildpopulationen der Waldvegetation erheblichen Schaden zufügen können. Ob die Anwesenheit von Wölfen im Wald diesen Schaden mindern kann, ist eine interessante Frage.
Wölfe kehrten vor etwa zwölf Jahren in die Region Šluknov zurück, und seitdem nimmt ihre Zahl dort langsam zu. Mit der steigenden Wolfspopulation steigt auch die Anzahl der erlegten Beutetiere proportional an. Können Wölfe dazu beitragen, die übermäßige Population von Huftieren zu reduzieren? Kann dieses Tier die Rolle des Menschen übernehmen und die Rothirschpopulation selbst regulieren? Wird sich diese Regulierung in der jungen Waldvegetation widerspiegeln? Im Rahmen des REDEMA-Projekts haben wir uns entschlossen, Antworten auf einige dieser Fragen zu finden. In beiden Nationalparks haben wir 5 x 5 Meter große Untersuchungsgebiete abgegrenzt und Kontrollgebiete eingezäunt, die für Wildtiere unzugänglich sind. Durch den Vergleich dieser Gebiete können wir die Auswirkungen von Baumfressern auf junge Bäume in einem bestimmten Gebiet bestimmen. Auf diese Weise können wir feststellen, welche Gebiete oder Baumarten die Tiere bevorzugen und wie viel Schaden sie der Waldvegetation zufügen, wenn die Anzahl der Wölfe zunimmt.